

BABY BOIZ FORMATREGELN v1.0
1.8.2026


1. Überblick
Baby Boiz ist ein selbstgemachtes Magic: The Gathering-Format, abgeleitet von Canadian Tiny Leaders. Es ist auf schnelles Spiel mit niedriger Manakurve, flexiblen Deckbau und ausdrucksstarke – oft selbstgemachte – Kommandeure ausgelegt, die als Baby Boiz bezeichnet werden.
2. Deckbau
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Ein Deck muss aus genau 50 Karten bestehen, einschließlich des Baby Boi bzw. der Baby Boiz.
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Alle Karten müssen einen Manabetrag von 3 oder weniger haben.
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Bei modalen beidseitigen Karten (MDFC) gilt dies nur für den Manabetrag der Vorderseite.
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(Siehe Magic: The Gathering – Ausführliche Regeln, 202.3, zur Berechnung des Manabetrags.)
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Decks unterliegen der Singleton-Regel: Von keiner Karte darf mehr als ein Exemplar enthalten sein, ausgenommen Standardländer.
3. Der Baby Boi
Jedes Deck wird angeführt von:
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einem Baby Boi (Kommandeur), oder
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zwei Baby Boiz mit Partner.
Baby Boiz beginnen das Spiel in der Boyzone (Kommandozone).
Baby Boiz bestimmen die Farbidentität des Decks; dabei gelten die üblichen MTG-Regeln.
3.1 Baby Boiz mit Partner
Kommandeure mit Partner dürfen unter folgender Einschränkung verwendet werden:
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Der zusammengerechnete Manabetrag beider Baby Boiz darf höchstens 4 betragen.
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Legendäre Kreaturen ohne Partner dürfen so verwendet werden, als hätten sie Partner, sofern die Spielgruppe dies vorab genehmigt hat.
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Alle übrigen Partner-Regeln gelten unverändert.
3.2 Selbstgemachte Baby Boiz
Selbstgemachte Baby Boiz sind erlaubt und ausdrücklich erwünscht.
Sie müssen:
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vor der Verwendung von der Spielgruppe genehmigt werden,
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klar dokumentiert sein (Regeltext, Manakosten, Farbidentität).
Die Spielgruppe darf eine Liste genehmigter Baby Boiz führen.
4. Spielbeginn
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Jeder Spieler beginnt mit 20 Lebenspunkten.
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Jeder Spieler zieht eine Starthand von 7 Karten.
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Der Spieler, der das Spiel beginnt, überspringt sein Ziehsegment nicht.
5. Mulligans
Innerhalb von 5 Minuten nach dem Ziehen der ersten Hand dürfen Spieler beliebig oft kostenlos mulliganen.
Bei jedem Mulligan gilt:
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Die Hand wird in die Bibliothek gemischt.
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Es wird eine neue Hand von 7 Karten gezogen.
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Es entsteht kein Kartennachteil.
Der Spieler mit den wenigsten Mulligans darf als Erster am Zug sein. Sind mehrere Spieler mit der geringsten Anzahl gleichauf, dürfen diese den Startspieler auf eine beliebige, gemeinsam vereinbarte Weise bestimmen.
6. Spielregeln
Es gelten sämtliche üblichen Regeln von Magic: The Gathering, soweit sie nachfolgend nicht abgeändert werden. (Siehe Magic: The Gathering – Ausführliche Regeln.)
7. Den Baby Boi wirken
Baby Boiz dürfen aus der Boyzone gewirkt werden.
Jedes Mal, wenn ein Baby Boi aus der Boyzone gewirkt wird, kostet er {1} mehr für jedes vorherige Mal, das er in diesem Spiel aus der Boyzone gewirkt wurde. (Dies ersetzt die übliche Kommandeurssteuer von +{2}.)
8. Die Boyzone
Die Kommandozone wird als Boyzone bezeichnet.
Würde ein Baby Boi
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auf einen Friedhof gelegt,
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ins Exil geschickt oder
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auf eine Hand oder in eine Bibliothek gelegt,
so darf sein Besitzer stattdessen wählen, ihn in die Boyzone zurückzulegen.
9. Sieg- und Niederlagebedingungen
Ein Spieler gewinnt oder verliert das Spiel durch:
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jede in Abschnitt 104 der Ausführlichen Regeln von Magic: The Gathering beschriebene Bedingung (ausgenommen Regel 104.3j), oder
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jede alternative Siegbedingung, die auf einer vorab vereinbarten, selbstgemachten Baby-Boi-Karte abgedruckt ist.
Kommandeursschaden wird in diesem Format nicht verwendet.
10. Verbotene Karten
Es werden keine allgemeinen Verbotslisten aus anderen Formaten übernommen.
Verboten sind ausschließlich:
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Karten, die wegen realweltlicher Schädlichkeit oder Anstößigkeit offiziell verboten wurden (Liste hier), und
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Karten auf der Baby Boiz-Verbotsliste, und
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Karten, die von der Spielgruppe ausdrücklich verboten wurden.
Spieler sind verpflichtet, alle Karten in ihrem Deck offenzulegen, deren günstigste Auflage einen aktuellen Marktwert von 20 AUD oder mehr hat. (Beispiel: Besitzt ein Spieler einen Sonnenring als Secret-Lair-Auflage im Wert von 600 AUD, dessen sonstiger Marktwert bei 11,50 AUD liegt, so besteht keine Offenlegungspflicht.)
Die Spielgruppe darf vereinbaren, einzelne oder alle auf diese Weise offengelegten Karten zu verbieten.
11. Sideboards
Sideboards sind nicht zulässig.
12. Der Geist des Formats
Baby Boiz soll sein:
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schnell,
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interaktiv,
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leicht entartet,
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sozial selbstregulierend.
Die Spieler sind angehalten,
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die Grenzen (ein wenig) auszureizen,
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unterhaltsame selbstgemachte Baby Boiz zu entwerfen,
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das Format nicht in Solitär ausarten zu lassen.
13. Verwaltung
Sämtliche Streitfragen, Regelentscheidungen und philosophischen Debatten werden von The Boi Band entschieden.
The Boi Band darf:
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die Baby Boiz-Formatregeln ändern,
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Karten verbieten,
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Verbote aufheben,
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selbstgemachte Baby Boiz reglementieren.
Verbote richten sich nach:
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Powerlevel,
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Spielerlebnis,
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dem Konsens über die „allgemeine Stimmung“ (general vibes).
The Boi Band darf nach eigenem Ermessen Mitglieder aufnehmen und ausschließen.
Die erste Boi Band besteht aus den Mitbegründern des Baby Boiz-Formats, d. h. dem Gruppenchat „🌈🦄 Mana Dorks 💖“.
